Hochwertiges und individuelles Mini Haus zum fairen Preis!

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Mini Häuser von Timo Haus - jetzt auch mit integrierter Photovoltaikanlage

Jetzt neu bei uns: Photovoltaik! Ab sofort können Sie bei uns Mini Häuser erwerben, die bereits mit einer hochmodernen Photovoltaikanlage ausgestattet sind. Dadurch bieten wir Ihnen eine umfassende Lösung, um Ihren Energiebedarf nachhaltig zu decken.

Foto: Pixabay.com

Die Integration einer Photovoltaikanlage in unsere Mini Häuser ermöglicht es Ihnen, Ihren eigenen sauberen Strom zu erzeugen und unabhängig von herkömmlichen Energieversorgern zu sein. Durch die Nutzung der Sonnenenergie können Sie Ihre Energiekosten senken und gleichzeitig umweltfreundlich leben.

Zusätzlich zur Photovoltaikanlage bieten wir Ihnen auch die Möglichkeit, eine Wallbox für Ihr Elektroauto zu installieren.

Mit unserer innovativen Wohnlösung können Sie nicht nur Ihr Zuhause mit sauberem Strom versorgen, sondern auch Ihr Elektroauto bequem und schnell aufladen. Die Wallbox ermöglicht eine effiziente und zuverlässige Ladung Ihres Fahrzeugs und trägt somit zur Förderung der Elektromobilität bei. Sie ist einfach zu bedienen und bieten verschiedene Lademodi (Lademodus), um Ihren individuellen Anforderungen gerecht zu werden. Mit unserer Wallbox haben Sie die Möglichkeit, Ihr Elektroauto jederzeit einsatzbereit zu halten und von einer zuverlässigen Ladeinfrastruktur zu profitieren.

Bei der Auswahl der passenden Photovoltaikanlage steht Ihnen unser erfahrener Energieberater zur Seite. Er berücksichtigt Ihre individuellen Anforderungen und unterstützt Sie bei der Entscheidung für die richtige Größe.

Der Kauf eines Modulhauses, Tiny Houses oder Mobilheimes mit integrierter Photovoltaikanlage bietet Ihnen also nicht nur finanzielle Vorteile, sondern ermöglicht Ihnen auch eine nachhaltige und umweltfreundliche Wohnlösung.

Sie profitieren von einer unabhängigen Stromversorgung, da die Photovoltaikanlage sauberen und erneuerbaren Strom erzeugt. Dadurch können Sie Ihre Energiekosten senken und gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Zudem sind Sie weniger abhängig von externen Energieversorgern und können Ihren eigenen Strom vor Ort produzieren.



Wie ist eine Photovoltaikanlage aufgebaut?

Eine Photovoltaikanlage besteht selbstverständlich aus unterschiedlichen Komponenten, die alle für eine effektive Funktionsweise wichtig sind.

  • Photovoltaikmodule: Die Photovoltaikmodule, die auf dem Dach angebracht werden, gehören zu den Hauptbestandteilen einer PV-Anlage. Es ist wichtig, auf die Qualität der Module zu achten. Je hochwertiger die Module sind, umso besser sind sie in der Lage, besonders hohe und langfristig sichere Erträge zu erzielen.

  • Wechselrichter: Solaranlagen erzeugen Gleichstrom. Für gewöhnlich ist es nicht möglich, Gleichstrom direkt zu nutzen, er muss zunächst in Wechselstrom umgewandelt werden. Das ist die Aufgabe des Wechselrichters. Es gibt heute eine große Auswahl an Wechselrichtern.

    Moderne Modelle verfügen häufig bereits über sogenannte MPP-Tracker. Diese sind in der Lage, auf den Lastwiderstand der Photovoltaikanlage Einfluss zu nehmen. Beim Lastwiderstand handelt es sich um den Widerstand eines Verbrauchers. In Kombination mit dem Innenwiderstand der Spannungsquelle wird daraus der Gesamtwiderstand. Durch diesen Einfluss ist es möglich, die Leistung der Anlage laufend optimieren zu können.

  • Stromzähler: Der übliche Haushaltsstromzähler und der Stromzähler einer Photovoltaikanlage sind nicht gleich. Es gibt einen großen Unterschied zwischen den beiden: Der Stromzähler der PV-Anlage kann den Stromfluss in beide Richtungen messen. Es handelt sich dabei also um einen sogenannten Zwei-Wege-Zähler. Er misst sowohl den Bezug von Netzstrom als auch die Einspeisung von Solarstrom ins Stromnetz. Damit die Einspeisevergütung richtig berechnet werden kann, ist ein Zwei-Wege-Zähler auf jeden Fall notwendig.

    Im Trend liegen derzeit die sogenannten Smart Meter. Dabei handelt es sich um intelligente Stromzähler. Sie sind in der Lage, nicht nur den Stromverbrauch und die Stromerzeugung zu erfassen, sie übermitteln die Daten auch gleich an die Netzbetreiber und Energieversorger. Damit die Energiewende gelingt, sind intelligente Stromnetze unbedingt notwendig.

  • Montagegestell (Unterkonstruktion): Bei den meisten Photovoltaikanlagen, die auf den Dächern von Privathäusern installiert werden, handelt es sich um sogenannte Aufdach-Anlagen. Für die Installation dieser Anlagen werden die Module mithilfe einer Unterkonstruktion, dem sogenannten Montagegestell, über dem Dach angebracht. Die Montage erfolgt so, dass zwischen dem Dach und den Modulen ausreichend Abstand liegt. Es ist wichtig, dass die Unterkonstruktionen besonders zuverlässig und stabil sind. Nur dann sind sie in der Lage, das Gewicht der Module zu tragen und auch äußeren Belastungen wie Witterungseinflüssen standzuhalten.

    Es gibt aber auch die sogenannten Indach-Anlagen. Bei dieser Variante werden die Module direkt auf der Dachlattung befestigt und ersetzen die Eindeckung. Somit bilden die Module selbst die Dachhaut und eine Unterkonstruktion ist für gewöhnlich nicht notwendig.

  • Wallbox: Eine Wallbox stellt die perfekte Ergänzung zu einer Photovoltaikanlage dar. Wer ein E-Auto besitzt und dieses mit Solarstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage auflädt, kann bis zu 75 % der Tankkosten einsparen. Für gewöhnlich ist eine durchschnittliche Photovoltaikanlage vollkommen ausreichend, um ein Elektroauto zu laden. Optimal ist es, wenn ein Solarstromspeicher genutzt wird, das erhöht die zeitliche Flexibilität. Zwar ist eine Wallbox nicht gerade günstig, aber es stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung, dadurch können die Kosten für eine solche Wallbox um einiges gesenkt werden.

  • Kabel: Die beste Photovoltaikanlage auf dem Dach nützt nichts, wenn sie nicht mit dem Wechselrichter verbunden wird. Sie sorgen dafür, dass der Strom von den Modulen zum Wechselrichter transportiert wird. Auch bei den Kabeln ist es wichtig, auf eine gute Qualität zu achten. Nur hochwertige Kabel sorgen für einen einwandfreien Betrieb, zudem sind sie sehr robust und halten äußeren Einflüssen problemlos stand.


Welche Vorteile bietet eine Wallbox?

  • Schnelles und effizientes Laden: Mit einer Wallbox können Sie Ihr Elektroauto deutlich schneller aufladen als mit einer herkömmlichen Steckdose. Dadurch sparen Sie Zeit und haben Ihr Fahrzeug schneller einsatzbereit.

  • Sicherheit und Zuverlässigkeit: Wallboxen sind speziell für das sichere Laden von Elektrofahrzeugen entwickelt und bieten Schutzmechanismen gegen Überlastung, Kurzschluss und andere potenzielle Gefahren. Sie können sich darauf verlassen, dass Ihr Fahrzeug sicher geladen wird.

  • Komfort und Bequemlichkeit: Mit einer Wallbox haben Sie die Möglichkeit, Ihr Elektroauto bequem zu Hause aufzuladen, ohne auf öffentliche Ladestationen angewiesen zu sein. Sie können Ihr Fahrzeug über Nacht aufladen und am nächsten Tag mit einer vollen Batterie starten.

  • Kostenersparnis: Eine Wallbox ermöglicht es Ihnen, von günstigeren Stromtarifen für das Laden Ihres Elektroautos zu profitieren. Zudem können Sie möglicherweise staatlichen Förderprogrammen in Anspruch nehmen oder sich Steuervorteile für die Installation einer Wallbox sichern.

  • Zukunftssicherheit: Mit einer Wallbox sind Sie gut für die Zukunft gerüstet. Sie haben die Möglichkeit, Ihr Zuhause zu einem zukunftsfähigen Ladenetzwerk für Elektrofahrzeuge auszubauen und so einen Beitrag zur Elektromobilität und zur Reduzierung von CO2-Emissionen zu leisten.

Wenn Sie Fragen zum Kauf eines Mini Hauses mit Photovoltaik haben oder weitere Informationen wünschen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Unsere kompetenten Mitarbeiter beraten Sie ausführlich und helfen Ihnen dabei, die beste Lösung für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Dadurch steigern Sie nicht nur Ihren Wohnkomfort, sondern leisten auch einen großen Beitrag zum Umweltschutz.


Informationen zur Steuer

Ab 1. Januar 2023 null Prozent Umsatzsteuersatz für die Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen

Ab dem Jahr 2023 wird für Photovoltaikanlagen eine Nullprozent-Umsatzsteuer gelten. Das bedeutet, dass beim Kauf einer solchen Anlage keine Umsatzsteuer mehr anfällt. Diese Maßnahme soll den Ausbau erneuerbarer Energien weiter fördern und den finanziellen Anreiz für Privatpersonen und Unternehmen erhöhen, in Photovoltaikanlagen zu investieren. Durch die Befreiung von der Umsatzsteuer werden die Anschaffungskosten für Photovoltaikanlagen deutlich reduziert, was den Umstieg auf saubere und nachhaltige Energiequellen noch attraktiver macht. Diese Regelung gilt sowohl für neue Anlagen als auch für Erweiterungen oder Modernisierungen bestehender Anlagen. Damit sollen auch bestehende Anlagenbesitzer ermutigt werden, ihre Anlagen zu erweitern oder auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Die Nullprozent-Umsatzsteuer für Photovoltaikanlagen ist eine positive Entwicklung, die den Umweltschutz und die Energiewende weiter vorantreiben wird.

Das Gesetzespaket beinhaltet drei bedeutende Änderungen im Bereich der Photovoltaik:

1 | Umsatzsteuer:

Es wird ein neuer Steuersatz von null Prozent eingeführt, der vielen Käufern ermöglicht, eine Photovoltaikanlage ohne Mehrwertsteuer zu erwerben. Diese Regelung soll die Anschaffungskosten senken und den finanziellen Anreiz für Investitionen in erneuerbare Energien erhöhen.

  • Ab dem 1. Januar 2023 gilt ein Umsatzsteuersatz von null Prozent für die Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen, einschließlich des notwendigen Zubehörs und Speichers.

  • Diese Regelung gilt für Anlagen, die auf Wohngebäuden, öffentlichen Gebäuden und Gebäuden, die für dem Gemeinwohl dienende Tätigkeiten genutzt werden.

  • Es gibt keine Begrenzung hinsichtlich der Größe der Anlage, jedoch gelten bestimmte Vereinfachungsregeln. Wenn die Anlagenleistung maximal 30 kWp beträgt, werden die Voraussetzungen automatisch als erfüllt angesehen.

  • Diese Änderungen sind im neuen Absatz 3 des § 12 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) festgelegt

2 | Einkommensteuer:

Betreiber kleiner Photovoltaikanlagen werden von der Einkommensteuer befreit, unabhängig davon, ob es sich um neue oder bestehende Anlagen handelt. Diese Maßnahme soll die wirtschaftliche Attraktivität von Photovoltaikanlagen steigern und Betreibern eine finanzielle Entlastung bieten

  • Diese Regelung gilt für Anlagen mit einer Leistung von bis zu 30 kWp auf Einfamilienhäusern (und anderen Gebäuden) sowie für Mehrfamilienhäuser mit 15 kWp pro Wohn- und Gewerbeeinheit.

  • Pro Steuerperson darf die Gesamtleistung aller Anlagen maximal 100 kWp betragen.

  • Die Befreiung von der Einkommensteuer gilt nicht nur für neue Anlagen, sondern auch für bestehende Anlagen, sofern sie die entsprechenden Kriterien erfüllen.

  • Mit dieser Befreiung entfallen die Möglichkeit zur Abschreibung der Anlagen und die Geltendmachung von Kosten.

  • Die Regelung gilt rückwirkend für das Steuerjahr 2022, sodass sie auch für die diesjährige Steuererklärung relevant ist.

  • Es erfolgt keine Änderung der Steuerbescheide für die Steuerjahre bis 2021, im Gegensatz zur bisherigen Liebhabereiregelung.

  • Das BMF-Schreiben zur Liebhabereiregelung entfällt zukünftig.

  • Die neue Regelung ist in der Nummer 72 des § 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) festgelegt.

3 | Steuerberatungsgesetz:

Das Steuerberatungsgesetz wird entsprechend geändert, sodass Lohnsteuerhilfevereine befugt sind, Einkommensteuererklärungen für Betreiber von Photovoltaikanlagen zu erstellen, sofern diese von der Einkommensteuerbefreiung betroffen sind. Dies erleichtert den administrativen Aufwand und ermöglicht den Betreibern eine professionelle Unterstützung bei steuerlichen Angelegenheiten.

  • Diese Regelung tritt ab dem Steuerjahr 2022 in Kraft.

  • Lohnsteuerhilfevereine und andere Berater sind befugt, die Einkommensteuererklärung für Betreiber von Photovoltaikanlagen zu erstellen, sofern sie von der Einkommensteuerbefreiung betroffen sind.

  • Es besteht jedoch weiterhin keine Befugnis zum Erstellen einer Umsatzsteuererklärung für diese Betreiber.

Diese Änderungen im Gesetzespaket sollen die Photovoltaik-Förderung weiter stärken, die finanzielle Belastung der Betreiber verringern und den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben.


Fragen und Antworten zu Photovoltaikanlagen

Weiterführende Informationen zu Photovoltaikanlage und zur Wallbox

Sie möchten tiefer in das Thema einsteigen? Im Folgenden finden Sie eine Informationssammlung mit weiteren Informationen zum Thema:

Inhaltsverzeichnis

1.     Photovoltaikanlagen – Strom aus erneuerbaren Energien.

2.     Was muss bei der Erzeugung von eigenem Solarstrom beachtet werden?

  • Die Ausrichtung des Dachs

  • Neigung des Dachs

  • Verschattung

  • Elektroinstallation im Haus

  • Statik

3.     Was kostet eine Photovoltaikanlage und wie wird sie finanziert?

4.     Photovoltaikanlagen – wie funktionieren sie?

5.     Solaranlage und Photovoltaikanlage – gibt es einen Unterschied?

6.     Welche Arten von Photovoltaikanlagen gibt es?

  • Aufdach-Anlagen

  • Flachdächer

  • Indach-Anlagen

  • Weitere Varianten von PV-Anlagen : Balkonkraftwerke, Solarparks, Schwimmende Photovoltaikanlagen, Nachführbare PV-Anlagen, Aufrecht stehende Photovoltaikanlagen

7.     Die Größe der Photovoltaikanlage – was ist die richtige Auslegung?

8.     Die Planung einer Solaranlage – worauf sollte geachtet werden?

9.     Welche Anmeldungen und Fristen gelten bei neuen Photovoltaikanlagen?

10.  Strom aus Sonnenenergie – ein wichtiger Beitrag zur Energiewende

11.  Wie wird eine Photovoltaikanlage installiert?

12.  Photovoltaik – welche rechtlichen Aspekte gibt es?

13.  Ein Schritt zur Autarkie – Erweiterung der Photovoltaikanlage

14.  Zukunftsperspektiven der Photovoltaik

15.  Sicherheitsaspekte bei der Nutzung von Photovoltaik

16.  Schlusswort

 

1 | Photovoltaikanlagen – Strom aus erneuerbaren Energien

Ein Blick auf die Dächer der Häuser in Deutschland zeigt, dass Strom aus erneuerbaren Energien nicht nur für Unternehmen interessant ist, sondern auch für Privatpersonen. Immer mehr Photovoltaikanlagen sind mittlerweile auf den Dächern von Häusern installiert. Es ist ganz klar, dass Strom aus erneuerbaren Energien absolut im Trend liegt. Viele Privatpersonen legen sich eine Photovoltaikanlage zu, um einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Aber auch die Vorstellung, sich dadurch unabhängiger zu machen von den Stromanbietern selbst und natürlich auch den Strompreisen, gefällt vielen Hausbesitzern.

Eine Photovoltaikanlage bezieht sich auf die direkte Umwandlung von (Sonnen-)Licht in elektrischen Strom. Der Begriff "Photo" stammt aus dem Griechischen und bedeutet Licht, während der zweite Bestandteil auf die Einheit Volt, die elektrische Spannung, verweist. Mit Photovoltaik können Hausbesitzer klimafreundlichen grünen Strom selbst erzeugen und direkt nutzen.

Immer mehr Eigenheimbesitzer und auch kleinere Unternehmen entscheiden sich für eine Photovoltaikanlage, um das Ziel einer größeren Unabhängigkeit vom Stromanbieter zu erreichen. Die Investitionen sind überschaubar und es ist möglich, mit einer solchen Anlage zuverlässige Stromerträge erzielen zu können.

Auf den meisten Dächern steht ausreichend Platz für eine solche Anlage zur Verfügung. Sollte das nicht der Fall sein, kommt auch eine Installation auf dem Grundstück in Betracht. Sehr vorteilhaft ist zudem, dass es für gewöhnlich keiner Genehmigung bedarf, wenn eine PV-Anlage errichtet werden soll. Somit gibt es wirklich nicht viel, was gegen den Umstieg auf erneuerbare Energien sprechen könnte.

2 | Was muss bei der Erzeugung von eigenem Solarstrom beachtet werden?

Generell ist es so, dass überall in Deutschland Photovoltaikanlagen wirtschaftlich betrieben werden können, da die Sonneneinstrahlung in jeder Region des Landes ausreichend hoch ist. Dennoch ist es auch so, dass die Bedingungen im Süden Deutschlands ein klein wenig besser sind als im hohen Norden.

Im Süden wird für gewöhnlich ein höherer Ertrag an Solarstrom pro Quadratmeter Dachfläche, die mit Solarmodulen belegt ist, erreicht. Pro Jahr und kWp Anlagenleistung wird davon ausgegangen, dass ein durchschnittlicher Wert von 1.000 kWh erreicht wird.

Zunächst muss aber erst einmal festgestellt werden, ob sich das Dach überhaupt grundsätzlich eignet, um darauf eine Photovoltaikanlage zu errichten. Sollte dies der Fall sein, müssen die Details geplant werden. Es gibt drei Faktoren, die ausschlaggebend sind für den Ertrag an Solarstrom, der zu erwarten ist:

·       Ausrichtung des Dachs

·       Neigung des Dachs

·       Größe der Dachfläche und deren Beschaffenheit

Verfügt ein Dach über viele Fenster oder sind Gauben vorhanden, wird dadurch die Nutzfläche verringert, die für die Photovoltaik verwendet werden kann. Das bedeutet, der Ertrag an Solarenergie wird bei diesen Dächern um einiges geringer ausfallen als bei einem Dach, das keinerlei Besonderheiten aufweist.

Die Ausrichtung des Dachs

Ideal ist es, wenn die Solaranlage nach Süden oder auch Südwesten ausgerichtet werden kann. Bei einem Dach, das in diese Richtungen ausgerichtet ist, können sehr hohe Stromerträge erwartet werden. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass Solaranlagen auf Dächern mit Ausrichtung nach Osten und/oder Westen keine guten Erträge bringen, ganz im Gegenteil.

Allerdings muss bei einem Ost-West-Dach mit höheren Investitionskosten gerechnet werden. Grund dafür ist, dass in diesem Fall mit zwei Teilanlagen gearbeitet wird, die jeweils für die Einspeisung einen eigenen Wechselrichter verwenden. Es gibt aber auch einen Vorteil, der liegt in der Glättung der herkömmlichen Ertragskurve. Bei einer typischen Ertragskurve ist es so, dass die höchste Produktion von Solarstrom um die Mittagszeit herum stattfindet.

Neigung des Dachs

Die Neigung des Dachs spielt ebenfalls eine Rolle. Ideal für die Erzeugung von Solarstrom sind Dächer mit einer Neigung, die zwischen 20 und 30 Grad liegt. Das ist der Grund, warum auf Flachdächern mit Metallrahmen gearbeitet wird, um die Solarmodule entsprechend aufzurichten.

Auf Schrägdächern werden keine Metallrahmen benötigt, hier werden die Module parallel zur Dachfläche angebracht. Sollte die Dachneigung vom Idealfall abweichen, kann es notwendig sein, mehr Module anbringen zu müssen, damit die gleiche Leistung erbracht werden kann.

Verschattung

Schatten ist nicht zuträglich für eine Photovoltaikanlage. Er kann durchaus dazu führen, dass die PV-Anlage nur eine stark verminderte Leistung bringt. Für gewöhnlich ist es bei einer Photovoltaikanlage so, dass die Module in Reihe geschaltet sind. Das bedeutet, das Modul, das die geringste Leistung bringt, bestimmt die Strommenge, die erzielt wird. 

Dabei muss beachtet werden, dass auch kleine Verschattungen einen großen negativen Effekt haben können. Aus diesem Grund sollte vor der Installation auf jeden Fall geprüft werden, ob eine solche Verschattung auf der Dachfläche vorhanden ist. Es ist aber nicht ausreichend, nur die momentane Situation zu berücksichtigen, auch zukünftige Entwicklungen sollten mit einbezogen werden. Dazu gehören beispielsweise Bäume, die sich in der Umgebung befinden. Wie hoch werden sie in den nächsten Jahren wachsen und kann das zu einer Verschattung führen? Auch mögliche Baupläne der Nachbarn auf den angrenzenden Grundstücken müssen berücksichtigt werden.

Eine Möglichkeit für Bereiche, in denen eine Verschattung auftritt, sind die noch recht neuen Halbzellenmodule. Sie sind aufgrund ihres Aufbaus in der Lage, den Verlust durch Verschattung um einiges reduzieren zu können.

Elektroinstallation im Haus

Die Photovoltaikanlage muss mit dem Wechselrichter verbunden werden. Dieser wiederum wird an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Dafür ist es notwendig, vom Dach bis in den Keller oder Hauswirtschaftsraum hinein Solarkabel zu verlegen. Für gewöhnlich müssen dafür recht umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt werden. In den meisten Fällen sind Durchbrüche durch Decken absolut unvermeidlich. Vor der Installation der Photovoltaikanlage sollte daher ganz genau geplant werden, wo Wechselrichter und Stromspeicher ihren Platz finden sollen.

Statik

Soll eine Photovoltaikanlage errichtet werden, müssen bestimmte bauliche Voraussetzungen eingehalten werden. Eine statische Prüfung ist besonders bei älteren Dächern sehr empfehlenswert. Dadurch ist es möglich, herauszufinden, wie hoch deren Belastbarkeit ist.

Bestehen Zweifel daran, dass die Belastbarkeit ausreichend ist, sollte zunächst das Dach saniert werden, bevor eine Photovoltaikanlage installiert wird. So ist es möglich, höhere Kosten zu vermeiden, die sonst später auf den Hausbesitzer zukommen können.

Wurde beim Dachbau Asbest eingesetzt, müssen Hausbesitzer auf jeden Fall zunächst eine Sanierung durchführen, denn es ist verboten, eine Photovoltaikanlage auf einem Dach zu installieren, das Asbest enthält. Es gibt zwar Ausnahmen, aber nur bei „unverhältnismäßiger Härte“. Sollte eine solche Ausnahme vorliegen, wird es aber sehr schwer, einen Installateur zu finden, der an einem Dach arbeiten möchte, das unter Verwendung von Asbest gebaut wurde. In den meisten Fällen werden solche Aufträge abgelehnt.

3 | Was kostet eine Photovoltaikanlage und wie wird sie finanziert?

Photovoltaikanlagen helfen dabei, Stromkosten zu sparen. Dennoch ist die Installation einer solchen Anlage auch mit Kosten verbunden. Daher stellen sich viele Hausbesitzer die Frage, ob sich eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich überhaupt lohnt.

Bei Photovoltaikanlagen ist es wie bei allen anderen Investitionen auch, sie lohnen sich immer erst dann, wenn die Kosten dafür innerhalb eines überschaubaren Zeitraums wieder eingespielt werden. Das bedeutet, sie ist nur dann lohnenswert, wenn sie sich finanziell amortisiert. Dafür ist es notwendig, die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage abzuschätzen. Es gibt verschiedene Faktoren, die dabei eine Rolle spielen. Benötigt werden für diese Abschätzung:

  • Kosten (die Kosten der Photovoltaikanlage selbst)

  • Ertrag (der Stromertrag, der jährlich zu erwarten ist)

  • Strompreis (die Kosten für den Netzstrom)

  • Höhe der Einspeisevergütung

 

Grundsätzlich gibt es zwei Wege, auf denen die Kosten für eine Photovoltaikanlage refinanziert werden:

  • Einnahmen aus der Einspeisevergütung

  • Einsparungen durch den Ersatz von teurem Netzstrom durch Solarstrom (30 Cent pro kWh gegenüber ca. 10 Cent pro kWh)

Wie hoch die Einnahmen aus diesen beiden Quellen sind, wird einerseits bestimmt durch die Größe der Photovoltaikanlage, andererseits durch den erreichten Eigenverbrauch.

Die Kosten für die Anschaffung einer PV-Anlage können aber reduziert werden. Dafür stehen unterschiedliche Förderungen zur Verfügung. Vor allen Dingen das KfW-Programm 270 spielt hier eine Rolle. Weiterhin ist es auch möglich, die steuerliche Optimierung zu verwenden.

Für die Einschätzung der Rentabilität einer PV-Anlage sollte zudem auch ein Abschreibungszeitraum festgelegt werden. Dabei handelt es sich um den Zeitraum für die finanzielle Amortisation. 10 Jahre ist ein Zeitraum, der in den meisten Fällen eingesetzt wird.

Gewinn durch Eigenverbrauch

Der Strompreis schwankt derzeit recht stark und liegt momentan bei rund 30 Cent pro kWh.

Es gibt eine Studie des Fraunhofer-Institutes für Solare Energiesysteme, die sich mit den sogenannten Gestehungskosten, also den Kosten für die Erzeugung einer kWh Solarstrom, befasst. In dieser Studie aus dem Jahr 2021 werden die folgenden Zahlen angegeben:

Gestehungskosten für eine kWh Solarstrom bei Kleinanlagen unter 30 kWp:

  • Im Süden Deutschlands: zwischen 5,81 und 8,04 Cent

  • Im Norden Deutschlands: zwischen 7,96 und 11,01 Cent.

Gestehungskosten für Photovoltaik-Kleinanlagen mit Batteriespeicher:

  • zwischen 8,33 und 19,72 Cent pro kWh

Das bedeutet, selbst bei diesen Anlagen liegen die Kosten noch immer recht deutlich unter den Kosten für Strom aus dem Netz.

Die Einspeisevergütung, die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zugesichert wird, ist von der Höhe her sehr gering. Es ist darum klar, dass die Einspeisung des überschüssigen Solarstroms lediglich einen sehr geringen Anteil an der Refinanzierung der Anlage hat.

Da sich zwischen den Gestehungskosten und den Kosten für den Netzstrom sehr große Preisunterschiede ergeben, ist es möglich, einen großen Gewinn durch Eigenverbrauch zu erreichen.  Besitzer einer Photovoltaikanlage sollten also möglichst viel von dem Strom, der durch die PV-Anlage erzeugt wird, selbst verwenden und wenn es geht keinen Netzstrom beziehen. Das hört sich vielleicht im ersten Moment nicht so einfach an, kann aber ganz leicht erreicht werden. Werden die folgenden drei Punkte umgesetzt, kann durchaus auf den Bezug von Netzstrom verzichtet werden:

  • Einsatz eines intelligenten Energiemanagements

  • Nutzung eines Stromspeichers

  • Einsatz der sogenannten Sektorenkopplung, also die Umstellung von Wärme und auch Mobilität auf Strom

Wärmepumpen und Elektroautos werden immer beliebter, sie verbrauchen aber beide viel Strom. Bei diesen Großverbrauchern kann der Solarstrom ganz besonders sinnvoll eingesetzt werden. Werden Verbrenner und fossile Heizung durch Wärmepumpen und Elektroautos ersetzt, werden dadurch auch CO2-Emissionen eingespart. Da Öl und Gas zudem immer teurer werden, zeigt sich dieser Umstieg auch im Geldbeutel.

Autarkie

Die Unabhängigkeit vom Netzbetreiber ist für viele Besitzer einer Photovoltaikanlage ebenfalls sehr wichtig. Gerade in den letzten Monaten ist deutlich geworden, wie schnell Preiserhöhungen Löcher in die Haushaltskasse reißen können. Der Grad der Unabhängigkeit (Autarkiegrad) ergibt sich aus dem Eigenverbrauch an Solarstrom und dem Strombedarf pro Jahr:

Eigenverbrauch (selbst verbrauchter Solarstrom) : Strombedarf pro Jahr

Je nachdem, ob die Photovoltaikanlage über einen Speicher verfügt oder nicht, ergeben sich unterschiedliche Autarkiegrade. Anlagen ohne Speicher können einen Autarkiegrad zwischen 25 % und 30 % erzielen, bei Anlagen mit Speicher kann der Autarkiegrad zwischen 60 % und 80 % liegen.

Ist die Photovoltaikanlage ausreichend groß und mit einem Speicher in der richtigen Dimension ausgestattet, kann durchaus auch ein Autarkiegrad von 100 % erreicht werden. Allerdings ist das für gewöhnlich aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll.

4 | Photovoltaikanlagen – wie funktionieren sie?

Die Aufgabe einer Photovoltaikanlage ist die Erzeugung elektrischen Stroms aus der Solarenergie. Der wichtigste Bestandteil der Anlage sind sie Solarmodule. In diesen Modulen befinden sich die Solarzellen, die aus Halbleiterschichten bestehen, die unterschiedlich leiten. Diese Zellen nutzen die einfallende Sonneneinstrahlung und wandeln deren Energie um in Gleichstrom.

Jede einzelne Solarzelle kann nur recht wenig Strom erzeugen. Nutzbare Stromerträge können nur dann erreicht werden, wenn viele Zellen zu Modulen zusammengeschaltet und diese dann miteinander verbunden werden, um eine Solaranlage zu bilden. 

Es ist notwendig, den Gleichstrom zunächst in Wechselstrom umzuwandeln, damit er von den Geräten m Haus genutzt werden kann. Dafür ist der Wechselrichter zuständig. Der Solarstrom, der von der eigenen Photovoltaikanlage erzeugt wird, kann direkt von Geräten im eigenen Haushalt verbraucht werden. Erst dann, wenn dort nicht ausreichend Bedarf besteht, wird die Solarenergie in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Dafür erhält der Besitzer eine geringe Einspeisevergütung.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, überschüssigen Solarstrom nicht gleich zu verwenden, sondern ihn in einem Stromspeicher, der zur Anlage passt, zu speichern. Dann kann er beispielsweise in der Nacht verwendet werden oder auch dann, wenn das Wetter schlechter ist.

5 | Solaranlage und Photovoltaikanlage – gibt es einen Unterschied?

Es ist heute so, dass die Begriffe Solaranlage und Photovoltaikanlage sehr oft synonym verwendet werden. Für die meisten Menschen ist die Bedeutung beider Wörter gleich. Das ist aber nicht der Fall. Eine Photovoltaikanlage ist eine Anlage, die zur Erzeugung von Strom genutzt wird. Photovoltaikanlagen können auch dann einen gewissen Strom liefern, wenn Licht von Straßenlaternen auf sie fällt. Solaranlage ist aber ein Oberbegriff, unter den sowohl Anlagen für die Erzeugung von Strom aus Sonnenenergie (Photovoltaikanlagen) fallen als auch Anlagen für die Erzeugung von Wärme, auch bekannt als Solarthermie. Zudem besteht Verwechslungsgefahr mit Solarthermie, bei der Solarwärme zur Beheizung genutzt wird. Die Komponenten auf dem Dach werden bei solarthermischen Anlagen Kollektoren genannt, im Gegensatz zu den Modulen der Photovoltaik.

Photovoltaik und Solarthermie können beide für die private Nutzung eingesetzt werden. Allerdings gibt es dabei ein kleines Problem, und das ist die zur Verfügung stehende Dachfläche. Beide Systeme benötigen einen ausreichend großen Teil der Dachfläche. Daher sollte entscheiden werden, welches der beiden Varianten wirtschaftlich am sinnvollsten ist. Dabei hat die Photovoltaik einen großen Vorteil: Sie kann für Elektrizität, Wärme und Mobilität eingesetzt werden, die Solarthermie lediglich für die Wärme.

6 | Welche Arten von Photovoltaikanlagen gibt es?

Aufdach-Anlagen

Bei den meisten Photovoltaikanlagen, die privat genutzt werden, handelt es sich um Aufdach-Anlagen. Sie werden auf einem Schrägdach montiert. Die Unterkonstruktion oder das Montagegestell wird auf dem geneigten Dach parallel zur Dachfläche angebracht. Die Module werden auf diesem Gestell befestigt. 

Für gewöhnlich handelt es sich dabei um sogenannte Dickschicht-Module. Zum Einsatz kommen dafür Glas-Folie-Module oder auch Glas-Glas-Module. Die Besonderheit dieser Module ist, dass die Zellen, die mit Lötbändchen verbunden sind, zwischen zwei Folien eingeschweißt werden. Gestützt wird der gesamte Verbund durch einen stabilen Aluminiumrahmen und Glasscheiben.

Weitaus preiswerter, aber auch weniger effektiv sind die sogenannten Dünnschichtmodule. Die PV-aktiven Halbleiter werden bei diesen Modulen auf eine dünne Trägerschicht aufgebracht. Verwendet werden diese Art von Modulen häufig im kommerziellen Bereich, beispielsweise in Solarparks.

Flachdächer

Flachdächer können ebenfalls für eine Photovoltaikanlage verwendet werden. Um den notwendigen Winkel zu erreichen, wird die sogenannte Aufständerung der Module eingesetzt. Der Vorteil dabei ist, dass der Aufstellwinkel und die Ausrichtung der Photovoltaikanlage bei dieser Variante weitestgehend frei wählbar sind. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass sich die einzelnen Module nicht gegenseitig verschatten. Eine solche Verschattung kann aber verhindert werden, indem der Aufstellwinkel gering gehalten wird. Auch größere Abstände und eine wechselseitige Anordnung tragen dazu bei, dass es nicht zu einer Verschattung kommt.

Es gibt aber einen wichtigen Punkt, der beachtet werden muss: Die Gestelle werden nicht mit dem Flachdach verbunden. Sie werden lediglich durch Gewichte gesichert. Diese Gewichte bringen eine zusätzliche Last auf das Dach. Es ist wichtig, dass die Konstruktion für diese Last von der Statik her ausgelegt ist.

Indach-Anlagen

Die Konstruktionsweise von Indach-Anlagen ist anders. Die Solarmodule werden bei diesen Anlagen direkt in die Dachhaut von Schrägdächern integriert. Das bedeutet, dass ein Teil der Dachziegel durch die Solarmodule ersetzt wird. Diese Variante ist besonders gut geeignet für Neubauten oder auch dann, wenn ein Dach saniert werden soll. Der Vorteil ist, dass in dem Fall Baukosten eingespart werden können.

Spezielle Solardachziegel sind dafür eine gute Alternative. Sie kommen heute bereits häufig bei Solar-Terrassen und Solar-Carports zum Einsatz. Für gewöhnlich besteht dann das gesamte Dach aus diesen Modulen. Auch dafür ist eine stabile Unterkonstruktion notwendig.

Eine Installation der Module ist aber nicht nur auf dem Dach möglich, sie können ebenfalls an Fassaden angebracht werden. Allerdings fällt die Leistung meistens geringer aus, verglichen mit Dachanlagen, die von der Fläche her gleich groß sind.

Sowohl Indach-Anlagen als auch Fassadenanlagen und Dachkonstruktionen aus Solarmodulen werden als gebäudeintegrierte Photovoltaik bezeichnet.

Weitere Varianten von PV-Anlagen

Balkonkraftwerke

Nicht jeder kann sich eine Photovoltaikanlage auf sein Dach bauen lassen. Das ist besonders dann der Fall, wenn jemand in einer Mietwohnung lebt. Dennoch gibt es auch dafür Möglichkeiten, zumindest dann, wenn ein Balkon zur Wohnung gehört. In dem Fall können sogenannte Balkonkraftwerke zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um recht kleine Anlagen, die nur über wenige Module verfügen. Der Anschluss erfolgt direkt an die heimische Steckdose, dafür wird ebenfalls ein Wechselrichter genutzt. Diese Tatsache brachte den Modulen auch die Bezeichnung Steckdosen-Module ein. Da es sich nur um wenige Module handelt, ist klar, dass die Menge an erzeugtem Solarstrom nicht sehr groß ist. Dennoch sind sie in der Lage, bei der Senkung der Stromkosten zu helfen.

Solarparks

Als Solarparks werden großflächige Freiflächenanlagen bezeichnet, die meistens von gewerblichen Anwendern eingesetzt werden. Da für solche Parks sehr viele Module benötigt werden, aber die Investitionskosten im Rahmen bleiben sollen, werden dafür meistens günstige Module verwendet. Für den geringeren Preis muss dann auf hohe Wirkungsgrade verzichtet werden.

Unter den Freiflächenanlagen gibt es aber noch eine besondere Form, die als Agri-Photovoltaik bezeichnet wird. Bekannt sind diese Anlagen auch als Agrar-PV. Die Besonderheit bei dieser Form ist, dass die Module hoch aufgeständert werden. Dadurch ist es möglich, unter den Modulen weiterhin Landwirtschaft zu betreiben. So können die Flächen problemlos doppelt genutzt werden.

Schwimmende Photovoltaikanlagen

Schwimmende PV-Anlagen sind der neueste Trend. Sie kommen hauptsächlich auf Gewässern zum Einsatz, die wirtschaftlich genutzt werden. Sie erzeugen natürlich Solarstrom, bieten aber noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Das Gewässer wird verschattet, dadurch wird dessen Temperatur gesenkt, was wiederum zur Folge hat, dass Wasserpflanzen nicht mehr so stark wachsen.

Nachführbare PV-Anlagen

Diese Art Photovoltaikanlage kommt meistens nur auf Freiflächen zum Einsatz. Sie benötigen sehr viel Platz und richten sich immer dem Stand der Sonne nach aus.

Aufrecht stehende Photovoltaikanlagen

Häufig kommen diese Modelle als Ergänzung zum Einsatz, beispielsweise bei Lärmschutzwänden. Sie können aber auch als Agri-PV verwendet werden. Ihr Nachteil ist der besonders steile Einfallwinkel, der für einen sehr begrenzten Ertrag sorgt. Dennoch ist es möglich, dass die Lärmschutzwand oder auch ein Zaun dank der integrierten Photovoltaikanlage langfristig seine Baukosten einspielen und zudem noch ortsnah Energie zur Verfügung stellen kann. Für aufrecht stehende PV-Anlagen ist eine Ost-West-Ausrichtung sinnvoll.

7 | Die Größe der Photovoltaikanlage – was ist die richtige Auslegung?

Es gibt einige Faktoren, die für die Auslegung einer Photovoltaikanlage wichtig sind. Dazu gehören vor allen Dingen der Jahresstromverbrauch des Haushaltes und die Dachfläche, die zur Verfügung steht. Eine Rolle spielt auch die Leistung der Module, die verwendet werden. Ein Beispiel:

Jahresstromverbrauch

Der Jahresstromverbrauch liegt bei einer vierköpfigen Familie durchschnittlich bei 4.500 kWh. Die Stromkostenrechnung gibt Aufschluss darüber, wie hoch der individuelle Jahresstromverbrauch ist. Es ist wichtig, dass der Ertrag der Photovoltaikanlage diesen Jahresstromverbrauch rechnerisch decken kann.

Dachfläche

Ein durchschnittliches Einfamilienhaus hat für gewöhnlich rund 100 m² Dachfläche zur Verfügung, aufgeteilt auf zwei Dachschrägen mit jeweils 50 m². Wird eine Südanlage eingesetzt, können 50 m² der Dachfläche verwendet werden. Eine Ost-West-Anlage braucht dagegen schon die vollen 100 m², dennoch muss mit geringeren Erträgen gerechnet werden.

Modulleistung

Die Gesamtleistung der Anlage wird durch die Modulleistung und die Dachfläche, die zur Verfügung steht, bestimmt. Für gewöhnlich brauchen 6 Module rund 10 m² Platz. Das bedeutet, ist die Anlage 50 m² groß, kommen dafür 30 Module zum Einsatz. Jedes Modul leistet 350 Wp, somit hat die gesamte Anlage eine Leistung von 10,5 kWp.

Es gibt eine Faustregel, die berücksichtigt werden sollte: Die Dimensionierung der Photovoltaikanlage sollte so erfolgen, dass es theoretisch möglich ist, den Jahresstromverbrauch mit der Leistung der PV-Anlage abzudecken.

Basis dafür ist die Annahme, dass es möglich ist, aus einem kWp Anlagenleistung pro Jahr rund 1.000 kWh Solarstromertrag zu bekommen. Allerdings ist eine Vollversorgung auf diese Weise ausgeschlossen. Grund dafür ist, dass der Strom meistens immer dann erzeugt wird, wenn der Verbrauch gering ist. Ist der Verbrauch hoch, wird weniger Strom erzeugt. Bei einem Haushalt, der über eine Photovoltaikanlage ohne Speicher verfügt, liegt der Eigenverbrauchsanteil typischerweise bei 25 bis 30 Prozent.

Modulauswahl ist wichtig

Wichtig für den Ertrag der Photovoltaikanlage ist immer die Auswahl der Module. Besonders dann, wenn nur eine sehr begrenzte Fläche zur Verfügung steht, sollten sehr leistungsstarke Module eingesetzt werden.

Die recht preisgünstigen polykristallinen Module, die früher häufig zum Einsatz kamen, sind mittlerweile fast komplett ersetzt worden durch monokristalline Module, die leistungsstärker sind. Es ist eindeutig, dass dieser Trend zu leistungsstärkeren Modulen weitergeht, das zeigen die neuesten Entwicklungen. Ein gutes Beispiel dafür sind PERC-Zellen, die einen besonders hohen Wirkungsgrad aufweisen. Auch Halbzellenmodule folgen diesem Trend.

Viele Besitzer einer Photovoltaikanlage fragen sich zudem, ob es sinnvoll ist, die Anlage recht groß auszulegen. Hintergrund dafür ist, dass sich aufgrund der niedrigen Einspeisevergütung die dadurch erzielten Einnahmen in Grenzen halten. Allerdings sollte dabei nicht die Sektorkopplung vergessen werden. Werden ein E-Auto oder ein E-Scooter für die Mobilität genutzt oder sorgt eine Wärmepumpe für die Wärme im Haus, steigt dadurch natürlich der Strombedarf. Wer heute noch kein E-Auto hat, kauft sich vielleicht bald eines. Daher ist es wichtig, auch an die Zukunft zu denken und das Dach so gut es geht auszunutzen. Das bedeutet, es sollte die maximale Modulanzahl verwendet werden. 

Das ist einer der Gründe, warum sich in den letzten Jahren immer mehr Menschen in Deutschland für eine größere Photovoltaikanlage entschieden haben. Die Maximalleistung liegt heute bei rund 10 kWp.

8| Die Planung einer Solaranlage – worauf sollte geachtet werden?

Immobilie und Finanzierung prüfen

Bevor überhaupt eine Solaranlage bestellt wird, muss zunächst festgestellt werden, ob die Immobilie überhaupt dafür geeignet ist, Solarmodule darauf anzubringen. Eine Möglichkeit, eine Antwort auf diese Frage zu finden, ist das Solarkataster.

Auch die Finanzierung der Anlage ist wichtig und muss im Vorfeld geklärt werden. Dabei sollte nicht nur geprüft werden, welche Finanzierung in Frage kommt, sondern auch, ob es Förderungen dafür gibt. Die KfW Bank hat einige Angebote für die Förderung von Photovoltaikanlagen zu bieten.

Termin vor Ort mit einem Fachmann

Niemand kennt sich besser mit Solaranlagen aus als ein kompetenter Fachmann. Er macht sich direkt vor Ort einen Eindruck von der Immobilie und ist ebenfalls in der Lage, die Einhaltung der baulichen Voraussetzungen zu prüfen. Für gewöhnlich steht er auch für alle Fragen zur Verfügung.

Angebot anfordern

Nach dem Termin vor Ort ist der Fachmann in der Lage, ein persönliches Angebot zu erstellen. Für gewöhnlich dauert die Angebotserstellung nicht sehr lange.

Angebot prüfen

Angebote sollten grundsätzlich immer genauestens kontrolliert werden. Wichtig ist es, dabei auf die Richtigkeit der Daten und auch deren Vollständigkeit zu achten.

Erteilung des Auftrags, Installation und Inbetriebnahme

Ist alles in Ordnung, kann der Auftrag erteilt werden. Direkt danach stimmt der Fachmann einen Installationstermin ab. Die Anlage wird angebracht und installiert. Sobald die Anlage fertiggestellt ist, erfolgt eine umfassende Prüfung, zu der auch die Erstellung eines Prüfprotokolls gehört. Danach erfolgt die Übergabe an den Hausherrn. Bei der Übergabe erhält der Hausbesitzer natürlich auch eine umfassende Einweisung in die Anlage und deren Bedienung. Um die Förderung nach dem EEG zu erhalten, muss die Anlage beim Marktstammdatenregister angemeldet werden, und zwar innerhalb eines Monats nach der Inbetriebnahme.

Wartung

Es ist wichtig, die Solaranlage regelmäßig warten zu lassen. Viele Fachfirmen bieten ihren Kunden dafür einen Wartungsvertrag an.

9 | Welche Anmeldungen und Fristen gelten bei neuen Photovoltaikanlagen?

Zunächst muss das Vorhaben beim zuständigen Energieversorger angemeldet werden, und zwar mit allen technischen Daten. Allerdings muss sich der Betreiber darum nicht selbst kümmern, dies übernimmt für gewöhnlich der Elektrofachbetrieb, der beim Energieversorger zugelassen ist. Dafür muss der Hausherr lediglich eine Vollmacht erteilen.

Grundsätzlich sind die Energieversorger durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) dazu angehalten, die Genehmigung für eine neue Photovoltaikanlage zu erteilen. Der Energieversorger stimmt der Anlage nicht nur zu, sondern erteilt auch gleichzeitig eine Einspeisezusage. Allerdings ist es möglich, dass Auflagen mit der Zusage verbunden sind. Diese müssen mit dem Fachbetrieb abgeklärt werden.

Die Montage der Photovoltaikanlage kann erst beginnen, wenn die Zusage erteilt wurde.

Sobald die Anlage montiert, installiert und getestet wurde, wird durch den Fachbetrieb eine offizielle Fertigmeldung an den Energieversorger geschickt.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt bekommt der Betreiber den Einspeisevertrag vom Energieversorger. Mit diesem Vertrag sagt der Energieversorger die Einspeisevergütung über die nächsten 20 Jahre zu.

Der Stromzähler wird erst dann ausgetauscht, wenn der unterschriebene Vertrag wieder an den Energieversorger zurückgeschickt wurde. Hat dieser den Vertrag erhalten, wird der Stromzähler ausgetauscht, damit sowohl die Stromentnahme als auch die Einspeisung gemessen werden kann.

Danach darf die Anlage eingeschaltet und der eigene Strom produziert werden. Es ist aber wichtig, dass die Anlage erst betrieben werden darf, wenn der neue Stromzähler angeschlossen wurde. Ein kurzer Testbetrieb ist möglich, mehr aber nicht. Grund dafür ist, dass der Stromzähler ansonsten rückwärts laufen würde.

Innerhalb von vier Wochen nach Fertigstellung der Anlage muss der Betreiber die Anlage noch bei der Bundesnetzagentur anmelden. Dafür werden verschiedene Daten benötigt, wie die Adresse und die Größe der Anlage. Die Anmeldung ist online möglich.

10 | Strom aus Sonnenenergie – ein wichtiger Beitrag zur Energiewende

Viele Hausbesitzer, die sich für Photovoltaikanlagen interessieren, wollen ihren Teil zur Energiewende beitragen. Dennoch ist klar, dass dies nicht der einzige Grund dafür ist, dass Strom aus Solarenergie im Trend liegt. Auch die Möglichkeit, sich unabhängiger zu machen von den Stromanbietern spielt eine große Rolle, wenn sich Hausbesitzer für eine PV-Anlage entscheiden.

Allein schon die ständig steigenden Strompreise sind ein Grund, über eine PV-Anlage nachzudenken. Aber auch der Klimawandel und die Umweltverschmutzung tragen ihren Teil dazu bei. Die Menschen wünschen sich bei der Stromerzeugung ökologisch nachhaltige und saubere Energiequellen, so wie Sonne und Wind. Das wissen auch die Produzenten von PV-Anlagen und bringen immer wieder neue Modelle mit einer besseren Leistung auf den Markt.

Dadurch ist die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen heute um mehr als das 400-Fache größer als es vor 20 Jahren der Fall war. 2,2 Millionen Solaranlagen, die über eine Gesamtleistung von 58,4 Gigawattpeak verfügen, erzeugten Mitte 2022 rund 10 Prozent des Stroms, der in Deutschland produziert wird. Diese Angaben stammen vom Bundesverband Solarwirtschaft e. V.

Mittlerweile gehen Experten davon aus, dass in den kommenden zwanzig Jahren der Ausbau von Photovoltaikanlagen deutlich schneller vorangehen wird, das trifft vor allen Dingen auf den Bereich Eigenheime zu. Es wird zudem vorausgesagt, dass der Anteil der Photovoltaik auf die gesamte Stromproduktion dann auf etwa ein Drittel anwachsen wird.

11 | Wie wird eine Photovoltaikanlage installiert?

Bei den meisten Photovoltaikanlagen handelt es sich um Aufdach-Anlagen. Dabei wird eine Unterkonstruktion auf der vorhandenen Dacheindeckung angebracht, auf der dann die Module montiert werden. Diese Variante kommt meistens bei Bestandsimmobilien zum Einsatz.

Am weitesten verbreitet sind hierzulande Ziegeldächer. Um die Unterkonstruktion montieren zu können, müssen Dachziegel entfernt werden. Die Haken werden in die Dachsparren geschraubt und die Dachziegel wieder eingesetzt.

Anschließend werden Schienen auf die Haken montiert. In diesen Schienen werden die Solarmodule befestigt. Ob sie eingehängt, verschraubt oder vielleicht mittels Klammern befestigt werden, hängt von der Art des Moduls ab.

Die Installation der Module erfolgt in einem geringen Abstand zu den Ziegeln. Es ist dabei sehr wichtig, darauf zu achten, dass hinter den Modulen eine ausreichende Luftzirkulation stattfinden kann. Das ist besonders im Sommer sehr wichtig. Durch eine ausreichende Luftzirkulation wird sichergestellt, dass die Module im Sommer auch bei besonders hohen Temperaturen nicht zu warm werden und so auch sehr effizient arbeiten können.

Es muss bei der Installation besonders darauf geachtet werden, vorsichtig zu arbeiten. Weder die Dämmung noch die Dachziegel dürfen beschädigt werden. Indach-Systeme, die einen Teil der Dachziegel ersetzen, sind eine Alternative zu den Aufdach-Anlagen.

Muss eine Photovoltaikanlage gewartet werden?

Eine PV-Anlage besteht aus verschiedenen Komponenten, die äußeren Einflüssen ausgesetzt sind. Wie stark sie davon betroffen sind, hängt ganz davon ab, wie stark sie diesen Einflüssen ausgesetzt werden. Zudem hat jede Komponente eine andere Lebensdauer. Darum ist es notwendig, eine Photovoltaikanlage immer einmal wieder zu warten. Allerdings ist der Wartungsbedarf von PV-Anlagen relativ gering. Die Solarmodule sind die Komponenten mit dem geringsten Wartungsaufwand. Die Dachneigung sorgt dafür, dass sich die Solarmodule praktisch ganz von selbst reinigen. Trotzdem kann sich mit der Zeit festsitzender Schmutz ansammeln, der alle ein bis zwei Jahre entfernt werden sollte. Fachbetriebe übernehmen diese Arbeit.

Insgesamt sind besonders hochwertige Solarmodule robust und langlebig. Kommt es zu Beeinträchtigungen bei der Photovoltaikanlage, sind diese meistens an den Wechselrichtern oder den Verkabelungen zu finden. Die regelmäßige Wartung der Photovoltaikanlage sorgt dafür, dass eventuelle Störungen schnell behoben und fehlerhafte Teile rechtzeitig ausgetauscht werden können.

12 | Photovoltaik – welche rechtlichen Aspekte gibt es?

Wer sich eine Photovoltaikanlage installieren lassen möchte, sollte wissen, dass es immer rechtliche Aspekte gibt, die berücksichtigt werden müssen. Die wichtigsten Aspekte sind bei Photovoltaikanlagen:

  • Baugenehmigung ja oder nein

  • Steuerliche Einordnung der Einnahmen aus der Anlage

  • Garantien oder Gewährleistungen für die Komponenten der PV-Anlage

Ist eine Baugenehmigung erforderlich?

Um eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu installieren, wird für gewöhnlich keine Baugenehmigung benötigt. Die Anbringung wird als bauliche Maßnahme gesehen, dafür ist eine Genehmigung nicht erforderlich. Wer in einem denkmalgeschützten Haus wohnt, muss sich zuvor gründlich informieren, da für diese Häuser Sonderregeln gelten.

Es gibt aber noch weitere Ausnahmen. Dazu zählen beispielsweise aus örtlichen Bebauungsplänen hervorgehende Vorgaben oder Photovoltaikanlagen, die aus dem Haus herausragen. Bundeseinheitliche Regelungen gibt es dafür leider nicht.

Daher ist es besonders wichtig, sich ganz genau bezüglich der Vorschriften zu informieren, die in den geltenden Bauordnungen zu finden sind. Ein Beispiel aus der sächsischen Bauordnung: Laut dieser Bauordnung sind Solaranlagen, also Photovoltaikanlagen und Sonnenkollektoren, bauordnungsrechtlich verfahrensfrei, wenn sie sich in, an und auf Dach- und Außenwandflächen befinden oder wenn es sich um gebäudeunabhängige Solaranlagen handelt, die eine Höhe von bis zu 3 Metern und eine Gesamtlänge von bis zu 9 Metern aufweisen. Das bedeutet, es ist für diese Anlagen keine Genehmigung erforderlich.

Die Tatsache, dass diese Anlagen verfahrensfrei sind, bedeutet aber nicht, dass der Bauherr sich nicht an Vorschriften halten muss. Er ist dennoch verpflichtet, alle Anforderungen einzuhalten, die durch öffentlich-rechtliche Vorschriften an solche Anlagen gestellt werden. Dazu zählt die Pflicht, zu prüfen, ob es noch andere Vorschriften gibt, die das Einholen einer behördlichen Genehmigung vorschreiben. Das kann beispielsweise der Fall sein bei Kulturdenkmälern oder in Bereichen, in denen spezielle gemeindliche Satzungen gelten. Das war jetzt ein Beispiel, allerdings sind die Regelungen in anderen Bundesländern ähnlich.

Weiterhin sollte auch geprüft werden, ob die Bauordnung für die Verbesserung der Leistung der Photovoltaikanlage Veränderungen an der Umgebung zulässt und wenn ja, um welche Veränderungen es sich dabei handelt. Ganz besonders geachtet werden muss auf das natürliche Umfeld rund um die Anlage. Es ist beispielsweise nicht überall erlaubt, einfach einen Baum zu fällen, wenn dieser die Anlage verschatten würde.

Finanzierungsmöglichkeiten

Die Finanzierung einer Photovoltaikanlage ist ein wichtiges Thema. Die Einspeisevergütung wird als Finanzierung gesehen und wurde seitens des Gesetzgebers im EEG festgeschrieben. Wie es möglich ist, diese Förderung zu erhalten, wurde bereits erläutert.

Die Einspeisevergütung ist aber heute aber nicht mehr sehr hoch, daher sind meistens weitere Finanzierungsmöglichkeiten erforderlich. Die sogenannten Solarkredite sind dabei behilflich. Es gibt verschiedene Banken, die Verbrauchern Kredite anbieten, um Photovoltaikanlagen anzuschaffen und zu installieren. Eine dieser Banken ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau, besser bekannt als KfW.

13 | Ein Schritt zur Autarkie – Erweiterung der Photovoltaikanlage

In jedem Haushalt gibt es unzählige elektrische Geräte, die Strom benötigen, um genutzt werden zu können. In den kommenden Jahren wird der Strombedarf immer weiter steigen. Dazu kommt die Sektorenkopplung, immer häufiger werden Wärmeversorgung und Mobilität elektrifiziert. Wird mehr Strom benötigt, kann eine Erweiterung der Photovoltaikanlage notwendig werden. Das bedeutet, es müssen mehr Module installiert werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit, den Solarstrom so gut und effizient es geht zu nutzen. Der Kauf eines Stromspeichers trägt dazu bei.

Optimierung des Eigenverbrauchs

Jeder Besitzer einer Photovoltaikanlage sollte versuchen, möglichst viel des Stroms, der durch die eigene Anlage produziert wird, selbst zu verbrauchen. Die Rechnung ist ganz einfach: Je mehr kostenloser eigener Strom verwendet wird, desto weniger teurer Netzstrom wird benötigt.

Ein kleines Beispiel:

Für die Einspeisung von Solarstrom ins Netz erhält der Betreiber eine Vergütung pro kWh von etwa 8 Cent. Kauft der Betreiber dann später die gleiche Menge an Netzstrom ein für einen Preis von derzeit rund 30 Cent pro kWh, muss für den verbrauchten Strom noch immer 22 Cent bezahlt werden, trotzdem eine Photovoltaikanlage vorhanden ist.

Jede Kilowattstunde, die der Betreiber selbst verbraucht, muss er nicht vom Energieversorger kaufen. Lediglich die Kosten für die Erzeugung des Solarstroms, die Gestehungskosten, schlagen zu Buche, sie sind aber weitaus geringer und liegen bei gerade einmal rund 10 Cent.

Wie kann der Eigenverbrauch möglichst hoch gehalten werden?

Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Eine gute Möglichkeit ist die Kombination der Photovoltaikanlage mit einem Stromspeicher. Wer diese Investition nicht tätigen möchte, sollte versuchen, den Solarstrom so gut es geht tagsüber zu nutzen. Große Stromverbraucher sollten tagsüber laufen, wenn ausreichend Strom erzeugt wird. Die Anschaffung eines E-Autos oder einer Wärmepumpe ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, den Solarstrom effektiv zu nutzen.

Ist ein Speicher eine lohnenswerte Investition?

Da die Einspeisevergütung nur noch sehr gering ist, sollte der selbst erzeugte Solarstrom so gut es geht selbst verbraucht werden. Ein Speicher bietet einen sehr großen Vorteil: Er speichert den Solarstrom und stellt ihn jederzeit zur Verfügung, ganz egal, ob es Tag oder Nacht ist. Dadurch kann auch alles, was nachts läuft, mit Solarstrom betrieben werden. Es muss weniger Netzstrom gekauft werden, dadurch sinken nicht nur die Energiekosten, sondern auch die Unabhängigkeit von den Energieversorgern.

Sehr vorteilhaft ist, dass Heimspeicher mittlerweile weitaus günstiger sind als noch vor ein paar Jahren. Dazu tragen auch entsprechende Fördermittel bei. Es ist möglich, die Anschaffungskosten relativ schnell wieder einspielen zu können.

Photovoltaikanlagen – sind sie umweltfreundlich?

Photovoltaikanlagen erzeugen Energie, aber bedeutet das auch gleich, dass sie umweltfreundlich sind? Erzeugen sie so viel Energie, wie benötigt wird, um sie herzustellen? Eine Frage, die sich viele Hausbesitzer stellen. Und eine Frage, deren Antwort eindeutig ja ist. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme konnte mithilfe von Studien herausfinden, dass die sogenannte Energierücklaufzeit bei rund einem Jahr liegt. Die Energierücklaufzeit ist die Zeitspanne, in der die Energie, die zur Herstellung benötigt wurde, wieder produziert wird.

Interessant ist auch der sogenannte Erntefaktor einer Photovoltaikanlage. Bei einer PV-Anlage liegt dieser bei ca. 20. Das bedeutet, während ihrer gesamten Lebensdauer erzeugt die Photovoltaikanlage 20-mal so viel Energie, wie benötigt wurde, um sie herzustellen. Zudem ist auch die Klimabilanz von Photovoltaik-Strom besser als die des üblichen Strommixes in Deutschland. Er übertrifft ihn um den Faktor 13.

14 | Zukunftsperspektiven der Photovoltaik

Normalerweise werden Photovoltaikanlagen auf eine Lebensdauer von etwa zwanzig Jahren ausgelegt und berechnet, da auch die Einspeisevergütung für den erzeugten Strom nach der Installation für einen Zeitraum von 20 Jahren gezahlt wird. Allerdings haben Erfahrungen gezeigt, dass gut installierte Systeme durchaus länger betrieben werden können und weiterhin effizient arbeiten. In solchen Fällen stehen den Anlagenbesitzern mehrere Möglichkeiten offen:

  1. Weiterhin Betrieb: Wenn die Photovoltaikanlage nach Ablauf der 20 Jahre noch gut funktioniert, können Besitzer sie weiterhin betreiben und den erzeugten Strom selbst nutzen. Obwohl die Einspeisevergütung in der Regel nicht mehr gezahlt wird, kann der Eigenverbrauch des Stroms immer noch finanzielle Einsparungen ermöglichen.

  2. Austausch der Module: Nach einer gewissen Zeit können die Solarmodule an Leistung verlieren oder beschädigt werden. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, nur die Module auszutauschen und die restliche Anlage beizubehalten. Dadurch kann die Leistung und Effizienz der Anlage wiederhergestellt werden.

  3. Erweiterung oder Ergänzung: Statt die bestehende Anlage zu ersetzen, können Besitzer auch eine Erweiterung oder Ergänzung vornehmen. Dies könnte bedeuten, zusätzliche Solarmodule hinzuzufügen, um die Stromerzeugung zu erhöhen, oder andere Technologien wie Stromspeicher oder Solarthermie zu integrieren, um den Eigenverbrauch zu optimieren.

  4. Verkauf oder Neukauf: Wenn die bestehende Anlage nicht mehr den Anforderungen oder Erwartungen entspricht, besteht die Möglichkeit, die Anlage zu verkaufen und eine neue Photovoltaikanlage zu erwerben. Dadurch kann man von den Fortschritten in der Technologie profitieren und möglicherweise eine effizientere und leistungsfähigere Anlage installieren.

  5. Nach Ablauf der zwanzigjährigen Nutzungsdauer einer Photovoltaikanlage haben Sie die Möglichkeit, die Anlage vom Dach zu entfernen und sie kostenlos bei kommunalen Sammelstellen als Elektroaltgeräte (Solarmodule, Wechselrichter, Kabel) und Schrott (Montagegestelle aus Stahl oder Aluminium) zu entsorgen. Gemäß Angaben des Umweltbundesamtes können mehr als 80 Prozent der Komponenten recycelt oder anderweitig wiederverwendet werden.

Die Entsorgung der Photovoltaikanlage sollte ordnungsgemäß erfolgen, um Umweltauswirkungen zu minimieren und die Wertstoffe zurückzugewinnen. Durch das Recycling der Module und anderer Materialien können wertvolle Rohstoffe wie Glas, Metalle und Silizium wiedergewonnen werden. Dies trägt zur Ressourcenschonung und zur Reduzierung des Abfallaufkommens bei.

Es ist wichtig, die örtlichen Vorschriften und Bestimmungen für die Entsorgung von Photovoltaikanlagen zu beachten. In einigen Ländern gibt es spezielle Programme und Sammelstellen für die Rücknahme und das Recycling von Solarmodulen. Sie können sich bei lokalen Umweltbehörden oder Entsorgungsunternehmen informieren, um die besten Optionen für die korrekte Entsorgung Ihrer Anlage zu erfahren.

Indem Sie die Photovoltaikanlage fachgerecht entsorgen lassen und die recycelbaren Materialien zurückgewinnen, tragen Sie zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz bei. Die Solarindustrie arbeitet kontinuierlich daran, die Recyclingverfahren zu verbessern und die Wiederverwertung von Komponenten zu optimieren, um die Umweltauswirkungen weiter zu minimieren.

Es ist ratsam, sich von einem Fachmann beraten zu lassen, um die beste Option für den weiteren Betrieb der Photovoltaikanlage zu ermitteln. Der Experte kann die individuellen Anforderungen, den Zustand der Anlage und die aktuellen Möglichkeiten bewerten, um die optimale Entscheidung zu treffen.

15 | Sicherheitsaspekte bei der Nutzung von Photovoltaik

Eine ordnungsgemäß geplante und installierte Photovoltaikanlage birgt in der Regel keine Gefahr. Es gibt jedoch einige potenzielle Risiken, auf die man achten sollte. Obwohl die Brandgefahr gering ist, besteht grundsätzlich ein gewisses Risiko. Die Spannungen und Ströme in einer Photovoltaikanlage können mitunter sehr hoch sein. Zudem können unsichtbare Schäden durch äußere Einflüsse wie Hagelschlag, unbemerkte Blitzeinschläge oder Tierverbiss auftreten, die erhebliche Gefahren für Personen und Sachwerte darstellen können.

Um diese potenziellen Gefahren zu minimieren, ist es ratsam, die Photovoltaikanlage einmal jährlich von einem Fachmann inspizieren zu lassen. Eine Inspektion im Frühjahr, kurz vor der Sonnensaison, bietet sich besonders an. Ein Experte kann mögliche Schäden oder Defekte erkennen, die für Laien möglicherweise nicht sichtbar sind. Durch regelmäßige Inspektionen können potenzielle Sicherheitsrisiken frühzeitig erkannt und behoben werden.

Die Sicherheit der Anlage sollte stets oberste Priorität haben, sowohl zum Schutz von Personen als auch zur Gewährleistung eines reibungslosen Betriebs. Daher ist es wichtig, einen qualifizierten Fachmann zu beauftragen, der über das nötige Fachwissen und die Erfahrung verfügt, um die Anlage professionell zu überprüfen.

Indem Sie regelmäßige Inspektionen durchführen lassen, tragen Sie dazu bei, die Sicherheit Ihrer Photovoltaikanlage zu gewährleisten und mögliche Risiken zu minimieren.

 

16 | Schlusswort

Unser Angebot umfasst nicht nur Mini Häuser, sondern auch Photovoltaikanlagen und Wallboxen für Ihr Elektroauto. Durch eine Photovoltaikanlage können Sie umweltfreundlichen Strom für Ihren Haushalt erzeugen, während eine Wallbox eine bequeme und schnelle Ladung Ihres Elektroautos ermöglicht. Mit dieser Kombination bieten wir Ihnen eine nachhaltige und praktische Lösung für Ihre Energiebedürfnisse. Nutzen Sie die Vorteile der Photovoltaik und der Wallbox, um Ihren eigenen sauberen Strom zu produzieren und Ihr Elektroauto effizient aufzuladen. In unserem Angebot finden Sie hochwertige Produkte, die individuell auf Ihre Anforderungen zugeschnitten sind. Investieren Sie in eine nachhaltige Zukunft. Verlassen Sie sich auf qualitativ hochwertige Produkte, die Ihnen eine zuverlässige Energieversorgung bieten. Erzeugen Sie Ihren eigenen sauberen Strom und laden Sie Ihr Elektroauto einfach und bequem zu Hause auf.

Photovoltaik ist eine zukunftsfähige und nachhaltige Lösung zur Energieerzeugung. Durch die Nutzung der Sonnenenergie können Sie Ihren eigenen sauberen Strom produzieren und Ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren. Daraus ergeben sich nicht nur Kosteneinsparungen bei der Energieversorgung, sondern auch eine stärkere Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen und eine langfristige Rendite auf die Investition.

Mit Photovoltaik leisten Sie einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz, da diese Technologie keine Treibhausgasemissionen verursacht und so die Umweltbelastung reduziert.

Photovoltaikanlagen sind langlebig und wartungsarm, was bedeutet, dass Sie über viele Jahre hinweg von sauberer und nachhaltiger Energie profitieren können.

Photovoltaik ist eine flexible Lösung, die sowohl auf Wohngebäuden als auch auf Gewerbe- und Industrieanlagen eingesetzt werden kann, um den eigenen Strombedarf zu decken und die Energiekosten zu senken.

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